Gewerbeabfall­verordnung

Im August 2017 trat die Novelle der Gewerbeabfallverordnung in Kraft. Mit der Novelle soll unter anderem die Getrennterfassung von Abfällen in Gewerbetrieben sowie bei Bau- und Abbruchabfällen gestärkt werden. Seit diesem Zeitpunkt sind viele Unternehmen in Deutschland dazu verpflichtet, ihre Abfallentsorgung zu dokumentieren. Diese Dokumentationen müssen vorgehalten und auf Verlangen den Behörden elektronisch übersendet werden. Clover hat dazu www.abfalldoku.de entwickelt, mit der Abfallerzeuger und -besitzer kostenlos überprüfen können, ob sie betroffen sind, und mit deren Hilfe einfach Dokumentation erstellt, bearbeitet und versendet werden können.



Fragen und Antworten zur neuen Gewerbeabfallverordnung

Sind zum einen Abfälle, die auf Grund ihrer Beschaffenheit oder Zusammensetzung denen aus privaten Haushalten ähnlich sind. Zum anderen handelt es sich um gewerbliche und industrielle Produktionsabfälle.
Nachstehende Tabelle spezifiziert diese Abfälle
Fraktion Abfallverzeichnisverordnung (AVV)
Glas AVV-ASN 1702 02
Kunststoff AVV-ASN 17 02 03
Metalle und Legierungen AVV-ASN 17 04 01-17 04 07/17 04 11
Holz AVV-ASN 17 02 01
Dämmmeterial AVV-ASN 17 06 04
Bitumengemische AVV-ASN 17 03 02
Baustoffe auf Gipsbasis AVV-ASN 17 08 02
Beton AVV-ASN 17 01 01
Ziegel AVV-ASN 17 01 02
Fliesen, Ziegel, Keramik AVV-ASN 17 01 03
Gewerbeabfälle haben ein hohes Wertstoffpotenzial. Bislang landeten diese Wertstoffe jedoch oft in Verbrennungsanlagen, obwohl eine Sortierung technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar wäre. Die alte Gewerbeabfallverordnung stammt aus dem Jahre 2002 und musste an die fünfstufige Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetz (KfWG) angepasst werden. Das Gesetz sieht bereits seit dem Jahre 2015 eine getrennte Erfassung für Papier, Metall, Kunststoffe und Glas vor. Darüber hinaus schreibt das KfWG vor, dass ab dem Jahre 2020 mindestens 65% der Siedlungsabfälle zum Recycling vorbereitet werden müssen. Im Bereich der Bau- und Abbruchabfälle sollen mindestens 70% der Abfälle zum Recycling vorbereitet werden.
  • Die gemischte Erfassung gewerblicher Abfälle soll eingeschränkt und die Getrennterfassung gestärkt werden
  • Es wird eine weitgehende Getrennthaltungspflicht für Bau- und Abbruchabfälle eingeführt
  • Gemischt erfasste Abfälle müssen vorbehandelt werden, um das Recycling zu erleichtern
  • Es werden Sortier- und Recyclingquoten bei der Vorbehandlung eingeführt
  • Die Einhaltung der Gewerbeabfallverordnung soll durch die zuständigen Behörden kontrollierbar werden
Kommen Abfallerzeuger und -besitzer den Dokumentationspflichten nicht oder nicht richtig nach, so stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße bis zu EUR 10.000,- geahndet werden kann.